Bereits zum zweiten Mal führten Schülerinnen und Schüler der Realschule plus die jährliche Reinigung der Stolpersteine in Niedermendig durch. Die Messingtafeln erinnern an Opfer des Nationalsozialismus und wurden 2014 vor dem letzten Wohnsitz der verfolgten und ermordeten Mendiger Bürgerinnen und Bürger vom Künstler Gunter Demnig persönlich in das Straßenpflaster eingelassen. Zur Zeit erinnern 21 Gedenktafeln an Menschen jüdischen Glaubens, an Sinti und Roma, an behinderte Mitbürger und an zwei Geistliche, die sich mutig dem Terror des Verbrecherregimes entgegenstellten.
Die Stolpersteine in Mendig schaffen für Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Geschichte hautnah zu erleben, zu erfahren, dass Terror und Entrechtung überall in Deutschland an der Tagesordnung waren und sich nicht auf die großen Städte beschränkten.
Deshalb übernahm die Realschule plus eine Patenschaft für diese Gedenksteine und verpflichtete sich, diese jedes Jahr vor dem 09. November zu säubern, denn die Stadt Mendig erinnert im Rahmen einer Feierstunde jedes Jahr an die Reichspogromnacht von 1938, in der auch die Mendiger Synagoge niedergebrannt wurde.
2016 übernahm die Klasse S10a unter Leitung der Religionslehrerin Frau Susanne Hannes die wichtige und ehrenvolle Aufgabe, an die Opfer zu erinnern und die Stolpersteine zu reinigen. Trotz Dauerregens in diesem Jahr arbeiteten die Jugendlichen einen halben Vormittag mit großem Eifer an der Reinigung. Das Schicksal der Menschen wurde in kleinen Gruppen erarbeitet, den Mitschülern vorgestellt und zum Abschluss an jeder Gedenktafel eine weiße Rose niedergelegt.

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