Wahlpflichtbereich

DER NEUE WAHLPFLICHTBEREICH

Die neuen Fächer Wirtschaft und Verwaltung, Hauswirtschaft und Sozialwesen, Technik und Naturwissenschaft sowie daneben das Fach Französisch bilden die Schwerpunkte des Wahlpflichtbereichs.
In einem Orientierungsangebot in der Klassenstufe 6 erhalten alle Schüler, die nicht das Fach Französisch gewählt haben, einen ersten Einblick in die Arbeitsweisen und fachlichen Inhalte der neuen Fächer.  Danach entscheiden sich die Schüler für eines der drei Fächer. Das ausgewählte Fach wird ab der Klassenstufe 7 bis zur Klassenstufe 10 unterrichtet.

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Darüber hinaus besteht die Möglichkeit ab der 6. Klasse Französisch zu wählen. Französisch wird durchgängig unterrichtet, um die Anschlussmöglichkeiten zu anderen Bildungswegen zu gewährleisten.

In jedem Fach des Wahlpflichtbereiches sind Berufsorientierung (BO), Informatische Bildung (IB) und Ökonomische Bildung (ÖB) als Unterrichtsprinzipien verankert. Die schuleigenen Angebote unterstützen die Profilbildung und die Kontinuität regionaler Ausprägungen unseres Schulstandortes.

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FRANZÖSISCH

Wer kann Französisch wählen?

Das Wahlpflichtfach Französisch in der Realschule plus spricht Schüler an, die sprachlich begabt sind und Freude am Erlernen einer Fremdsprache haben. Die Noten in Englisch und Deutsch sollten nicht schlechter als befriedigend sein.

Warum sollte man Französisch wählen?

  • Die Nähe zu Frankreich, Luxemburg, Belgien motiviert, Französisch zu wählen.
  • Wer nach dem 6. oder nach dem 10. Schuljahr zu einem allgemeinbildenden Gymnasium wechseln möchte, hat einen Vorteil, wenn er Französisch gelernt hat.
  • Voraussetzung für die Allgemeine Hochschulreife ist das Erlernen einer 2. Fremdsprache. Wer in der Realschule plus Französisch wählt, hat diese Voraussetzung erfüllt.

Ziele des Wahlpflichtfachs Französisch

  • Die Schüler zur mündlichen und schriftlichen Kommunikation und zum selbstständigen Handeln in der französischen Sprache zu befähigen.
  • Unterrichtsprinzipien sind: Berufsorientierung, Ökonomische Bildung, Informatische Bildung

Sonderstellung des Fachs Französisch im Vergleich zu den anderen Wahlpflichtfächern

Die Schülerinnen und Schüler haben im 6. Schuljahr die Möglichkeit, die Wahlpflichtfachbereiche der Schule wechselweise kennen zu lernen, um sich dann am Ende endgültig auf einen Bereich festzulegen. Dies trifft auf das Fach Französisch nicht zu. Französisch wird von Klasse 6 bis Klasse 10 durchgängig unterrichtet, so dass die Schüler, die dieses Fach wählen, in die anderen Wahlpflichtfächer nicht „hineinschnuppern“ können. Allerdings ist für sie eine Umwahl am Ende des 6. Schuljahres möglich.

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HAUSWIRTSCHAFT UND SOZIALWESEN (HuS)

Das Wahlpflichtfach Hauswirtschaft und Sozialwesen nimmt das
häusliche, soziale, gesellschaftliche und berufliche Umfeld in seiner
Gesamtheit in den Blick, um

  • einen eigenen Lebensstil zu entwickeln (gesundheitsförderlich/
    sozial verantwortlich/ bedürfnisgerecht),
  • persönliche Ressourcen effektiveinsetzen zu können,
  • Strategien zu entwickeln, Beruf und Leben in Einklang zu bringen.

Das Wahlpflichtfach fördert und pflegt insbesondere soziales Interesse und Engagement. Über den allgemein bildenden Auftrag hinaus bietet das Fach die Chance, Interesse für Dienstleistungsberufe in den Bereichen Erziehung, Gesundheit, Hauswirtschaft und Sozialwesen zu fördern.

Einsatzfelder sind u.a. professionelle, verantwortungsvolle
Wirtschaftsführung in Einrichtungen für Kinder, Jugendliche, Senioren und Menschen mit Beeinträchtigung, Sozialstationen, Kranken- und Rehabilitationseinrichtungen, Tagungsstätten, Hotels, Restaurants und Dienstleistungszentren.

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TECHNIK UND NATURWISSENSCHAFTEN (TuN)

Das Wahlpflichtfach Technik und Naturwissenschaft beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, im Wesentlichen mit der technischen Umsetzung naturwissenschaftlicher Gesetze.

In einem problemorientierten Ansatz wird nach Lösungen, Strategien und Erklärungen geforscht.  Hierbei steht nicht nur der Umgang mit der wissenschaftlichen Methode im Vordergrund, sondern auch der kritische Umgang mit Problematiken unserer technisierten Welt und deren Auswirkungen auf Natur und Gesellschaft. Technik und Natur beobachten, erklären, nutzen, gestalten und beurteilen sind die Kernkompetenzen, die im Wahlpflichtfach TuN eine zentrale Rolle spielen.

Methoden und Kompetenzen

Der Unterricht im Fach Technik und Naturwissenschaft …

  • schafft eine sachliche Orientierung in den Bereichen des Stoff-, Energie- und Informationsumsatzes
  • führt ein in die fachspezifischen Methoden und Arbeitsformen wie z. B. Planung, Konstruktion, Analyse, Fertigung, Experiment, etc.
  • vermittelt Kenntnisse über Strukturen, Funktionen und Wirkzusammen- hänge in Systemen und Prozessen in Natur und Technik;
  • fördert Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit vorhandenen Ressourcen, Umwelt und Technik;
  • ist handlungsorientiert und fördert die Kreativität.

 

WIRTSCHAFT UND VERWALTUNG (WuV)

Ziel des Unterrichts im Fach Wirtschaft und Verwaltung ist es, die Schüler zu einem selbstverantwortlichen Handeln in einer stets komplexer werdenden Wirtschafts- und Arbeitswelt zu befähigen.

Die Lernenden entwickeln in diesem Fach Kompetenzen, um in ökonomisch geprägten Lebenssituationen bedürfnisgerecht und sozialverträglich zu agieren. So wird beispielsweise bereits in der  Jahrgangsstufe 6 der Umgang mit dem Taschengeld und den eigenen Bedürfnissen thematisiert.

In den darauffolgenden Jahrgangsstufen beschäftigen sich die Schüler u.a. mit Aspekten von Werbung und Verbraucherschutz, mit Abläufen in Unternehmen und verschiedenen Unternehmensformen, Preisbildung, unterschiedlichen Wirtschaftsordnungen, sowie Formen der Arbeitsteilung und Globalisierung. In Abhängigkeit vom Alter und Entwicklungsstand der Lernenden findet ausgehend vom individuellen ökonomischen Handeln schließlich eine Analyse wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozesse statt. Die Jugendlichen erhalten somit Einblicke in wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Zusammenhänge und entwickeln die Fähigkeiten wirtschaftspolitische Entscheidungen zu beurteilen und sich aktiv im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben einzubringen.

Viele Unterrichtsthemen dieses Faches knüpfen an erfahrbaren Lebensbereichen der Jugendlichen an, wodurch ihre Motivation und Lernbereitschaft gefördert wird und eine intensive Vorbereitung auf das Berufsleben ermöglicht wird. Im Rahmen von Betriebserkundungen und Expertenbefragungen können die Schüler ihre  Interessen und Fähigkeiten erproben und weiterentwickeln und ihre Berufsentscheidung vorbereiten.

Die Teilnahme am Unterricht des Fachs Wirtschaft und Verwaltung erleichtert insbesondere den Übergang in Berufe im kaufmännischen und im Verwaltungsbereich und legt ein gutes Fundament für die Fortsetzung der Schullaufbahn im wirtschaftskundlichen Bildungsgang der Fachoberschule, der Berufsfachschule oder des Wirtschaftsgymnasiums.

 

SCHULEIGENE ANGEBOTE

ÄSTHETISCHE GESTALTUNG UND GESELLSCHAFT (ÄGG)

Das schuleigene Fach wird ab der Klassenstufe 8 in zwei Wochenstunden angeboten. Es werden Inhalte aus den Fächern Bildende Kunst und Musik im halbjährlichen Wechsel unterrichtet, so dass dieses Fach für Schülerinnen und Schüler geeignet ist, die ein kreatives Interesse und eine gestalterische Begabung haben.

Das projektorientierte Arbeiten stellt den Schwerpunkt dar: beispielsweise kann im ersten Halbjahr eine Epoche der Bildenden Kunst in Theorie (Bildbetrachtung, Künstlerbiographien, soziale und geistige Strömungen der verschiedenen Zeitalter) und Praxis (künstlerische Techniken, Stilmerkmale, Motive) erarbeitet werden. Im zweiten Halbjahr werden dann Schwerpunkte der Musik (zum Beispiel Instrumentenkunde, Gesang, Musiker oder Musikrichtungen) Inhalt des Faches sein.

Ästhetische Gestaltung und Gesellschaft bereitet in vielfältiger Weise auf ein künftiges Berufsleben vor. Teamorientiertes Arbeiten, handwerkliches Geschick, gestalterisches Einfühlungsvermögen und das Präsentieren der Arbeitsergebnisse vor größeren Gruppen sind nur einige der Fähigkeiten, die in besonderem Maße gefördert werden und die im modernen Berufsleben eine immer größere Rolle spielen.

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INFORMATIK / INFORMATISCHE BILDUNG (IB)

In der heutigen Zeit ist es in nahezu allen Berufen und wissenschaftlichen Zweigen notwendig, sich der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien sicher zu bedienen. Grundkenntnisse in Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und computergestützter Präsentation sind für alle Schülerinnen und Schüler ebenso notwendig wie ein sicherer Umgang mit dem Internet und dem E-Mail-Verkehr. Daher wird Informatische Bildung in alle Wahlpflichtbereiche von der 7. Klassenstufe an integriert. In der Klassenstufe 6 ist die Informatische Bildung als eigenständiger Bereich ausgelagert, damit im Block konzentriert eine tragfähige Grundlage für die späteren Klassenstufen gelegt werden kann.

Gleichzeitig werden alle Schüler durch die Grundlagenschulung auf den Europäischen Computerführerschein (ECDL) in der Basisversion vorbereitet. Dieses Zertifikat kann an unserer Schule erworben werden. Spezielle Vorbereitungskurse werden neben dem regulären Unterricht angeboten. Für besonders leistungsstarke und interessierte Schüler besteht darüber hinaus die Möglichkeit, Informatik als eigenständiges Wahlpflichtfach ab der Klassenstufe 7 zu wählen. Aufbauend auf die Grundlagen werden die Inhalte vertieft und stärker theoretisch unterbaut. Außerdem rücken Multimedia, Datenbanken und Programmierung in das Zentrum des Unterrichts. Gute Kenntnisse in Mathematik, die Freude am Arbeiten mit dem PC sowie die Fähigkeit zu logischem und analytisch-algorithmischem Denken sind Grundvoraussetzungen für die erfolgreiche Arbeit im Wahlpflichtfach Informatik.

Für diese Schülerinnen und Schüler bietet es sich an, den Europäischen Computerführerschein in der Vollversion abzulegen.

TECHNISCHES ZEICHNEN (TZ)

Im Technischen Zeichnen geht es in erster Linie darum, die Schüler zur technischen Kommunikation zu befähigen. Diese Kompetenz ist grundlegend für die spätere Ausbildung in einem handwerklichen oder technischen Beruf.

Technische Kommunikation heißt, technische Informationen müssen verstanden, interpretiert oder selbst formuliert werden. Im Technischen Zeichnen lernen die Schüler somit, Zeichnungen (Pläne, Montageanleitungen u.a.) zu lesen, selbst als Skizze zu planen und genau auszuführen. Durch die fachspezifischen Arbeitsmethoden im Technischen Zeichnen lernen die Schüler räumlich-funktional zu denken und über einen längeren Zeitraum hin konzentriert zu arbeiten. Das Ziel ist es, die Arbeiten sauber, exakt und rationell zu erstellen. In allen Klassenstufen erfolgt dabei eine horizontale Vernetzung mit den Geometriethemen des Mathematikunterrichts. Durchgängig wird auf allen Klassenstufen neben den Zeichnungsnormen und Konstruktionsverfahren, Architekturgeschichte unterrichtet, so dass von der Antike bis zur Postmoderne die wichtigsten Baustile behandelt und anhand eigener Konstruktionszeichnungen vertieft werden.

Die zentralen Themen, die in aufsteigenden Schwierigkeitsniveaus auf allen Altersstufen behandelt werden, sind z.B.:

  • Die geometrischen Grundkonstruktionen
  • Ornamente
  • Die Parallelprojektion (DTP)
  • Die Schnittdarstellungen
  • Computerunterstütztes Zeichnen (Geometrieprogramme und CAD)


Voraussetzungen:
mindestens befriedigende Leitungen im Fach Mathematik und die Freude an technischen Dingen und Zusammenhängen.