Dass Mathematik auch Spaß machen kann und die Kreativität fördert, zeigt ein Wettbewerb, an dem kürzlich Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse teilnahmen: „Warum sind die Minuszahlen immer so negativ?“ Gewonnen hat diesen Wettbewerb Jordan Becker (S10a) mit folgender Geschichte:
Wie die Geschichte enden soll, kann sich der Leser am Ende selbst aussuchen…

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Warum sind die Minus-Zahlen immer so negativ ?

(von Jordan Becker, S10a)

Die armen negativen Zahlen sind sehr traurig. Heute erzähle ich die Geschichte einer besonders traurigen Minuszahl. Sie ist die so ziemlich traurigste Minuszahl der Welt. Ihr Name war „minus12000“ und sie wohnte in einem Geldautomaten. Sie war der Schrecken aller Menschen. Besonders auf Kontoständen wurde sie ungern gesehen, da sie den Punkt markiert, an dem ein Mensch sein Haus verlieren kann.
Heute war ein ganz normaler Morgen. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten und doch war ihre Stimmung trüb. Immer wenn die Stimmung der armen -12000 am Boden war, dachte sie an die bedauernswerte Null. Denn die ist zwar da, wird aber überhaupt nicht beachtet.
Das machte sie aber noch trauriger, denn die Null wurde im Gegensatz zur armen -12000 wenigstens nicht gehasst.
Heute wusste sie, dass sie einen grauenvollen Nachmittag haben würde, da sie die -12000 war, die auf dem Kontostand einer besonders traurigen Familie stand. Und heute war der Tag, an dem der Mann der Familie immer die Kontoauszüge holte und ein wenig Geld abhob.
Die traurige Zahl wartete den ganzen Morgen angespannt  auf diesen Moment.
Um 14 Uhr war es dann soweit: Der Kontobesitzer, der als brutaler Schläger bekannt war, betrat die Bank. Mit seiner zerfetzten Hose und dem mit Kaffee beckleckerten T-Shirt stand er vor dem Automat. Wenn man genau hin sah, konnte man erkennen, dass er ein wenig traurig war…
Er steckte die Karte in den Schlitz und das war der Moment, in dem das Herz der negativen Zahl vor Angst und Trauer besonders schnell schlug.
In dem Moment, als der Mann seinen (eigentlich gewohnten) Kontostand sah, rastete er aus. Er trat und schlug gegen den Bankautomaten. Die -12000 erfüllte diese Gewalt mit Schmerz. Sie spürte jeden einzelnen Tritt und Schlag am eigenen Leibe. Sie weinte. Als der Mann all seine Wut rausgelassen hatte, sah er sich mit Tränen in den Augen auf den Boden liegend.
Der größte Wunsch der -12000 war in diesem Moment der Tod. Als der Mann sich wieder beruhigt hatte, stand er auf, um Geld abzuheben. Er musste schließlich 2 Kinder ernähren. Für den Monat hob er 250 Euro ab. Schmerzhaft änderte sich die -12000 zu -12250…

hier geht’s weiter mit dem HAPPY END…

Das traurige Ende der Geschichte findet ihr hier..